Spieltagsvorschau – KW15

pressVfL Rüdesheim – TSV Lalo/Laubenheim
Öffentlicher Anzeiger
Björn Trinks verlässt zum Saisonende den VfL Rüdesheim. Das ist für den Klub zweifellos ein großer Verlust und überschattet auch die aktuelle Lage des Bezirksligisten, der um den Klassenverbleib kämpft. Was Trinks über den Fußball in der Region und den Umgang mit Talenten sagt, ist durchaus bemerkenswert: „Ich denke, dass die Art und Weise, wie junge Spieler gelockt werden, schlicht unseriös ist.“ Gemeint sind damit die Zusatzangebote, die einige Klubs jungen Kickern machen, um sie an sich zu binden. Trinks sagt: „Das betrifft uns aktuell, weil wir gute Spieler in unseren Reihen haben. Ich habe das zur Chefsache gemacht, kümmere mich selbst darum.“

Dabei möchte Trinks gar keine Wechsel, die zu sportlichen Aufstiegen führen, unterbinden. „Wenn jemand eine Liga höher spielen kann, ist das vollkommen okay“, sagt er. „Aber wenn es nur um ein Jobangebot geht, bin ich vollkommen dagegen.“ Zumal die meisten untragbar seien: „Wenn jemand einen Ausbildungsvertrag unterzeichnet, fahre ich ihn gerne persönlich ein Jahr zu seinem neuen Klub. Wenn es aber etwas ist, bei dem sich jemand in ein Abhängigkeitsverhältnis vom Verein begibt, und das wegen eines Hilfsarbeiterjobs, dann sage ich klar nein.“ Trinks hilft vielen seiner Spieler deshalb auch selbst dabei, Bewerbungen zu schreiben. „Ich bin ein bisschen Sozialstation“, sagt er. Dass er sich Zeugnisse seiner Kicker zeigen lässt, ist in Rüdesheim kein Geheimnis.

Auch über die aktuelle Lage ist er sich vollkommen im Klaren: „Wir wissen, dass wir hinten drin stecken. Uns fehlen in Waldemar Hass und Samson Embaye die erfahrenen Spieler. Wir haben nur noch Andi Strunk. Das macht es schwer.“ Den TSV Langenlonsheim/Laubenheim sieht er am Sonntag im Heimspiel als hohe Hürde an. Mit einer geschlossenen Leistung sei aber durchaus auch ein Erfolg drin.

Warum er aufhört? „Ich kann nicht Einsatz und Engagement fordern und dann selbst dauernd wegen meines Berufs fehlen“, sagt Trinks. „Da werde ich unglaubwürdig. Das ging ohnehin nur wegen meines Vertrauensvorsprungs.“ Wegen seiner Arbeitsstelle in Neu-Isenburg bei Frankfurt kommt Trinks häufig zu spät oder gar nicht zu Einheiten. „Andi Strunk macht das ja außerdem gut“, sagt er. „Und deshalb soll er in der nächsten Saison auch die volle Verantwortung bekommen. Ich kann dem Ganzen meinen Stempel sowieso nicht mehr richtig aufdrücken. Dann ist besser Schluss. Für so eine halbe Sache bin ich zu idealistisch.“

AZ Bad Kreuznach
Der VfL ist noch nicht raus aus dem Abstiegskampf, und es zählen nur noch die Punkte. Die Gäste können es hingegen recht gelassen angehen und erst einmal abwarten, was passiert. Wenn jedoch der TSV von Beginn an wach ist, dann wird es eher ein Auswärtserfolg. Auf alle Fälle wird es schwer für den VfL, dreifach zu punkten. (1:3)

VfL Rüdesheim II – VfL Sponheim
AZ Bad Kreuznach
Der VfL Sponheim hat sich mit dem eben erwähnten Sieg im Spitzenspiel zurückgemeldet im Rennen um die Meisterschaft und befindet sich momentan in sehr guter Verfassung. Optimale Vorraussetzungen also für die Sponheimer, um im Auswärtsspiel am Sonntag gegen den Lokalkonkurrenten VfL Rüdesheim II drei weitere Punkte einzufahren.

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