SGE letztendlich doch eine Nummer zu groß

vfl-ruedesheim-145041_1VfL Rüdesheim – SG Eintracht Bad Kreuznach  1:3 (1:1)

VfL mit beherztem Auftritt und Blitzstart – Schwere Verletzung von Ex-VfLer Michael Gilles

Zum diesjährigen Kerbespiel war der dominierende Tabellenführer SG Eintracht Bad Kreuznach im Rüdesheimer Rosengarten zu Gast. Vor einer Rekordkulisse von fast 300 Zuschauern hielt der heimische VfL lange Zeit gut mit.

Bereits in der 4.Spielminute der Paukenschlag aus VfL-Sicht. Eine noch etwas schläfrig wirkende SGE-Abwehr kassiert den 0:1-Rückstand. Maximilian Emrich erkämpfte auf der rechten Seite den Ball und flankte ihn vor das SGE-Gehäuse, wo dieser zunächst geklärt werden konnte. Max Emrich setzte abermals den ballführenden SGE-Verteidiger unter Druck, der spielte schließlich einen zu kurzen Rückpass zum eigenen Torhüter. Björn Mikolajewski erkannte die Situation und stieß blitzartig zwischen den beiden Eintrachtlern hindurch und verwandelte zum Führungstreffer. In der Folge versuchte die Eintracht das Spiel zu kontrollieren und in die Rüdesheimer Hälfte zu verlegen.

In der 18. Minute flankte SGE-Spieler Micha Gilles den Ball hoch vor das VfL-Tor . Tim Hulsey und Cenk Ceylan gingen beide zum Kopfballduell hoch und dabei kam der SGE-Stürmer zu Fall. Der Schiedsrichter wertete den Einsatz des Rüdesheimer Innenverteidigers als zu rüde und entschied auf Foulelfmeter, den der gefoulte Hulsey zum 1:1 verwandelte.

Es dauerte bis zur 33.Minute bis die SGE eine weitere Torchance verbuchen konnte. Eine nicht erkannte Abseitsposition ermöglichte es Tim Hulsey alleine auf das VfL-Tor zu laufen, doch der herauseilende VfL-Torhüter Gschwindt verkürzte geschickt den Schusswinkel, sodass Hulsey an den linken Außenpfosten schoss. Der VfL schaffte es immer wieder geschickt die Räume eng zu machen und durch kleine „Nicklichkeiten“ die Angriffsbemühungen der Eintracht zu stören.

Kurz vor der Halbzeit wurde das Spiel urplötzlich zur Nebensache degradiert.

Was war passiert?

In der 44.Minute verletzte sich Ex-VfL Jugendspieler Michael Gilles im Zweikampf mit Cenk Ceylan so schwer, dass er mit einer Gesichtsverletzung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Vermutliche Diagnose ist ein Kieferbruch. Der VfL Rüdesheim wünscht Michael die beste und schnellstmögliche Genesung.

Mit „schockstarren“ Gesichtern beider Teams ging es in die Halbzeitpause.

Der VfL wechselte in der zweiten Halbzeit doppelt aus. Für die verletzten Spieler Ceylan und Emrich  kamen Thonig und Chodkowski ins Spiel.

Zu Beginn der zweiten Hälfte gelingt es der heute neu formierten VfL-Abwehr um Ceylan und Dogrul weiterhin den Gegner am Tore schießen zu hindern. Erst in der 60.Minute streifte ein 20m-Schuss von Brian Huth knapp am rechten oberen Torwinkel vorbei.

Der Druck der SGE nahm nun immer mehr zu und die Entlastungsangriffe des VfL wurden seltener. In der 65.Minute dann doch der 2:1-Führungstreffer für die Eintracht. Nach einer Flanke von der rechten Seite auf den langen Pfosten köpfte ein Eintrachtler den Ball unbedrängt zurück vors VfL-Tor, wo der aufgerückte SGE-Verteidiger Steffen Becker abstauben konnte.

Der VfL gab sich nach dem Rückstand aber keineswegs geschlagen und spielte wieder nach vorne. In der 69. Minute dann die Doppelchance für den VfL. Zunächst stürmt Björn Mikolajewski von der rechten Seite alleine Richtung SGE-Tor und statt selbst zu schießen legte er im Strafraum den Ball quer auf Maxi Knauf der den Ball dadurch aber in den Rücken gespielt bekam.

Die Eintracht klärt nur behäbig, sodass Nico Thonig mit einem satten 20m-Schuß zum Torabschluss kommt. Der Ball streicht aber knapp übers SGE-Gehäuse (70.). Der VfL bleibt am Drücker während die SGE das Ergebnis verwaltet. Die nächste VfL-Chance dann in der 73.Minute nach einem Chodkowski-Hammer aus 22m, denn der Eintracht-Keeper mit einer sehenswerten Parade aus dem rechten Torwinkel kratzt. Im Nachschuss scheitern Knauf und Thonig an der vielbeinigen SGE-Abwehr. Doch die SGE erzielte im Stile einer Spitzenmannschaft das entscheidende 1:3. VfL-Verteidiger Andi Bauer verlor den Ball auf der linken Seite an seinen Gegenspieler, dieser spielte den Ball postwendend flach in den Strafraum wo der aufgerückte Christopher Lind nur noch flach ins lange Eck verwandeln musste (79.).

Ein Thonig-Schuss (flach vorbei am linken Pfosten, 81.) und ein sehenswertes Solo von Björn Mikolajewski (umkurvte drei Gegenspieler und schoss rechts oben über den Kasten, 86.) bildeten den Abschluss dieses flotten Kerbespiels.

Fazit:

Eine ansprechende Leistung unserer Mannschaft gegen den Ligaprimus die mit etwas Glück auch unentschieden hätte enden können.

Weiter geht’s zum Klassenerhalt, denn die Moral stimmt.

Aufstellung:   Gschwindt – Bauer, Ceylan, Dogrul, Duran –  B.Mikolajewski,   W.Hass, Knauf, T.Mikolajewski, Dadjan – Emrich

Ersatz: Chodkowski, Thonig. A. Hass, Müller, Strunk.

Auswechselung: (46.) Thonig für Emrich, (46.) Chodkowski für Ceylan,  (66.) Hass für Dadjan.

Tore: 1:0  Björn Mikolajewski (4.), 1:1  Tim Hulsey (FE 15.), 1:2   Steffen Becker (64.), 1:3  Christopher Lind (79.)

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