Presseschau – Bezirksliga Nahe

Presseberichte vom 14. Spieltag

AZ Bad Kreuznach
Nico Gonschorek erlöst den TSV erst spät – Langenlonsheim/Laubenheim hält mit 1:0-Sieg gegen Simmertal Kontakt zur Spitzengruppe / Schlusslicht Hochstetten trotz 0:4 mit ansprechender Leistung

Bereits am Samstag legte der Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga Nahe vor. Karadeniz Kreuznach setzte sich – wenn auch mit einiger Mühe – bei der SG Spabrücken mit 2:0 durch. Die beiden härtesten Verfolger konnten nicht nachziehen. Zunächst wurde das Duell des TuS Hoppstädten mit dem TuS Mörschied abgesagt, dann fiel auch die Partie der SG Alsenztal beim SV Medard aus. Abgesagt wurde außerdem das Spiel der SG Weinsheim gegen den FC Hohl Idar-Oberstein. So rückte das Duell des Rangvierten TSV Langenlonsheim/Laubenheim gegen den VfL Simmertal in den Mittelpunkt, das der TSV erst durch einen späten Treffer mit 1:0 gewann. Am Tabellenende verlor Hochstetten gegen die SG Disibodenberg mit 0:4 und steht am kommenden Wochenende beim Vorletzten FC Hohl Idar-Oberstein vor einem Schicksalsspiel.

SG Spabrücken/Schöneberg/ Hergenfeld – Karadeniz Kreuznach 0:2. – Das schwer bespielbare Geläuf spielte den Gastgebern in die Karten. Doch agierte der Primus von Beginn dominant, und Spabrücken hatte es einzig und allein seinem Keeper Patrick Nies zu verdanken, dass die Seiten torlos gewechselt wurden. Nach der Pause gelang Bahri Bastürk (50.) die verdiente Führung. Anschließend wurden die Gastgeber mutiger, und mit zunehmender Spieldauer setzte man Karadeniz mehr unter Druck. In der Schlussphase sah SG-Akteur Nurkovic (80.) die Ampelkarte, in Unterzahl warf Spabrücken alles nach vorne. Der Ausgleich lag in der Luft. Jetzt hatte der Primus das Glück des Tüchtigen und machte per Konter, den Bekir Senel (90.) abschloss, alles klar. Unterm Strich war es zwar aufgrund der ersten Hälfte ein verdienter Sieg, doch hätte die SG Spabrücken, die im zweiten Abschnitt mit Leidenschaft spielte, einen Punkt verdient gehabt.

TSV Langenlonsheim/Laubenheim – VfL Simmertal 1:0. – Fast die gesamten 90 Minuten rannten die Gastgeber auf ihrem Kunstrasen auf das Tor der Simmertaler an. Sie erspielten sich dabei auch zahlreiche Torchancen, vergaben diese aber zum Teil kläglich. Mal scheiterten sie am VfL-Keeper, mal trafen my i watch sie aus einem Meter nur die Latte, und Christian Wawrock scheiterte sogar mit einem Elfmeter (65.). Doch der TSV gab nicht auf und wurde in der 86. Minute doch noch für seinen unermüdlichen Einsatz belohnt. Nico Gonschorek war es, der nach einer Rechtsflanke von Wawrock per Kopf den Siegtreffer erzielte.

Sportvereinigung Hochstetten – SG Disibodenberg 0:4. – Die Gastgeber zeigten eine richtig gute Leistung, spielten sich einige Torgelegenheiten heraus und traten endlich wieder als echte Mannschaft auf. Doch sie hatten viel Pech, sodass sich an der klaren Niederlage für den Tabellenletzten nichts änderte. Dem Führungstreffer der SG durch Peter Wagner (28.) ging ein individueller Fehler der Sportvereinigung voraus, die beiden nächsten Treffer bezeichnete Vorsitzender Hans Peter Stürmer als „Eier“. Der Ball, den Patrick Dörr von außen als Flanke vor das Tor ziehen wollte, fiel unhaltbar in den Torwinkel (53.). „Das sah aus wie Weltklasse, war aber ein krummes Ding“, ärgerte sich Stürmer. Auch das 3:0 durch Tim Kreischer fiel auf kuriose Art (83.). Beim vierten Gegentreffer fehlte in der Mitte die Zuordnung, und René Specht konnte unbedrängt zum 4:0 erhöhen (89.). Trotzdem kann die Sportvereinigung auf dieser Leistung aufbauen, wenn es am kommenden Wochenende zum Vorletzten FC Hochl Idar-Oberstein geht.

Niederwörresbach – VfL Rüdesheim 0:4. – In einer starken ersten Hälfte gewährte der SV den Gästen lediglich zwei Freistoß-Chancen. Schlecht war nur, dass eine davon durch Emre Duran genutzt wurde, der den Ball in den Winkel zauberte (39.). Nach der Pause hatten die Gastgeber keinen Zugriff mehr aufs Spiel. „Wir kamen nicht mehr in die Zweikämpfe, waren läuferisch und gedanklich immer zu spät dran“, monierte Trainer Stefan Bank. So erhöhte Erdan Kurpejovic nach einem Eckstoß aus einem Meter Entfernung per Kopf auf 2:0 (52.). Nach 68 Minuten lief Björn Mikojalewski nach einem schönen Pass alleine auf den SV-Torwart zu und traf zum 3:0. Mit einer Direktabnahme sorgte erneut Kurpejovic für den 4:0-Endstand (87.).

SV Winterbach – VfR Baumholder 5:1. – Das war ein völlig verdienter Sieg der überzeugenden Winterbacher gegen Gäste, die zu keiner Phase des Spiels etwas entgegenzusetzen hatten. Bereits nach einer Viertelstunde führte der SV durch zwei Treffer von Sebastian Fett mit 2:0. Zunächst verwandelte er einen Querpass von Bastian Kessel, dann traf er nach einem Diagonalpass volley aus 16 Metern. Mit einem abgefälschten Freistoß traf Fabian Wurmehl zum 3:0-Pausenstand (42.). Als die Gastgeber etwas nachließen, kamen die Gäste nach einem Pass durch die Schnittstelle der SV-Abwehr zum 1:3 (65.), doch nur fünf Minuten später schloss Matteo Kunz ein Solo mit dem Treffer zum 4:1 ab. Benjamin Maruhn traf nach einem Diagonalpass zum 5:1-Endstand.

Öffentlicher Anzeiger
TSV Langenlonsheim klettert auf Rang drei – Krasniqi-Elf und Karadeniz nutzen die Spielabsagen der Konkurrenz aus Hoppstädten und dem Alsenztal

Karadeniz Bad Kreuznach und TSV Langenlonsheim/Laubenheim heißen die Gewinner des Bezirksliga-Spieltags. Während der TuS Hoppstädten (gegen den TuS Mörschied) und die SG Alsenztal (beim SV Medard) von Spielabsagen gestoppt wurden, sammelten beide Klubs wichtige Punkte. „Das kann psychologisch wichtig sein und ist schön zu hören“, sagte TSV-Fußballer Stefan Scheel. Seine Mannschaft überholte die Alsenztaler und ist Tabellendritte. Karadeniz Bad Kreuznach hat nun erst einmal acht Punkte Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz. Auch die Partie SG Weinsheim gegen FC Hohl Idar-Oberstein fiel den widrigen Platzverhältnissen zum Opfer. Außerdem riss eine Serie: Die SG Disibodenberg gewann erstmals seit dem 22. September wieder ein Spiel. Ein anderer Lauf hat Bestand. Der VfL Simmertal bleibt in der Fremde absolut harmlos, hat von Auswärtsspielen noch keinen Punkt mitgebracht.

SG Spabrücken/Hergenfeld/ Schöneberg – Karadeniz Bad Kreuznach 0:2 (0:0). Karadeniz ist bergtauglich. Auch auf dem Rasenplatz in Hergenfeld, für sein Gefälle bekannt, siegte der Spitzenreiter. „Vor der Pause ging’s für uns bergauf, da hatten wir Schwierigkeiten“, sagte SG-Abteilungsleiter Rolf Tullius. „Unser Torwart Patrick Nies hat uns im Spiel gehalten.“ Karadeniz hatte nach dem Seitenwechsel keine Probleme mit der Steigung. Bahri Bastürk netzte zum 1:0 (49.). Die Spabrücker versuchten danach alles, um noch einen Punkt zu retten. Doch ein Konter in der Nachspielzeit sorgte für Klarheit. Bekir Senel erhöhte auf 2:0. Bitter: Nach 70 Minuten kam Sebastian Klein im Gäste-Strafraum zu Fall. Ein Elfmeterpfiff blieb aus. „Ich habe ein Foul gesehen“, sagte Tullius. Der Schiedsrichter nicht.

TSV Langenlonsheim/Laubenheim – VfL Simmertal 1:0 (0:0). Nico Gonschorek machte den achten TSV-Sieg im neunten Spiel klar. In der 85. Minute lauerte er am langen Pfosten auf eine Flanke. Ohne Gegenspieler hatte er leichtes Spiel und nickte den Ball in die Maschen. Zuvor hatten die Gastgeber zielstrebig bis zum VfL-Tor gespielt. Den Kreidestrich überwand das Sportgerät aber nie. Christian Wawrock scheiterte sogar mit einem Strafstoß (70.). „Simmertal hatte eigentlich keine Torchance“, sagte TSV-Kapitän Stefan Scheel.

SV Winterbach – VfR Baumholder 5:1 (2:0). Sebastian Fett ist eigentlich nicht der beste Torjäger des SVW. Doch gegen den VfR zeigte er sich äußerst treffsicher. Schon nach 18 Minuten hatte er einen Doppelpack (2., 18.) geschnürt. „Danach war viel Ruhe im Spiel“, sagte SVW-Kassierer Ralf Herrmann. Das galt erst recht nach Fabian Wurmehls 3:0 (43.). Karsten Bühl verkürzte noch einmal (75.), bevor Matteo Kunz (88.) und Benny Maruhn (90.) das Ergebnis in die Höhe schraubten. „Eigentlich kamen nur nach dem Anschluss noch einmal kleinere Unsicherheiten auf“, sagte Herrmann.

Spvgg Hochstetten/Dhaun – SG Disibodenberg 0:4 (0:1). Trotz der Niederlage zog Spvgg-Abteilungsleiter Hans-Peter Stürmer ein positives Fazit: „Es war ein Lebenszeichen. Es stand wieder eine Mannschaft auf dem Platz. Die Leistung war ganz gut. Wir haben aber wieder zwei Tore zu viel kassiert.“ Vor allem das 0:2 von Patrick Dörr (53.) ärgerte Stürmer. „Ein krummes Ei“, sagte er. Zuvor hatte Peter Wagner die Gäste in Führung gebracht (28.). Tim Kreuscher (83.) und René Specht (89.) erhöhten zum 4:0-Endstand. Für die SG Disibodenberg war es der erste Sieg seit Mitte September.

SV Niederwörresbach – VfL Rüdesheim 0:4 (0:1). Der SVN, spezialisiert auf ungewöhnliche Ergebnisse, musste sich mit einem normalen Resultat begnügen. Freude löste das nicht aus. Der VfL hatte mit 4:0 in „Werzbach“ gewonnen. „Ich bin vor allem mit der zweiten Hälfte nicht zufrieden“, sagte SVN-Trainer Stefan Bank. „Da hatten wir keinen Zugriff mehr aufs Spiel, sind eingebrochen.“ Erdan Kurpejovic (49.), Björn Mikolajewski (68.) und erneut Kurpejovic (88.) nutzten diesen Umstand zu Treffern. Vor der Pause waren beide Teams ebenbürtig gewesen. Doch während Emre Duran einen Freistoß für die Rüdesheimer versenkte (39.), scheiterten Maurizio Poli und Pascal Heidrich aus aussichtsreichen Positionen.

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